GSW-Mitglied Gerhard Link
Aktuelles vom Sicherheitsberater
Baustellensicherheit

Gerhard Link Freiheit braucht Sicherheit

Gerhard Link besitzt über 20 Jahre KnowHow im Bereich der Sicherheitberatung.

Als Sicherheitsberater ist er für Unternehmen, Organisationen, Ministerien und auch Privatpersoonen im Bereich des Risiko- und Sicherheitsmanagements tätig. Bei Bauprojekte unterstützt er  Architekten und Fachplaner im Bereich der Planung, Ausschreibungsverfahren und Ausführung.

Seine Fachkompetenz in dieser Branche erhielt er unter anderem durch die Teilnahme an Arbeitskreisen, Fachkongresse sowie durch das Interesse an neuen Sicherheitstechnologien.

Schwerpunkt der Beratungstätigkeit ist neben dem grundsätzlichen Sicherheitsmanagement der Bereich der physisch-technischen Sicherheit.

In diesem Kontext floss umfangreiches Fachwissen in das Handbuch „Bauliche Absicherung der Bundeswehr“ des Bundesministeriums für Verteidigung ein.

Er erstellt Sicherheitsbewertungen, erarbeitet Sicherheitsanalysen und entwirft Sicherheitskonzepte die auf die speziellen Bedürfnisse des einzelnen Kunden und dessen Anforderungen abgestimmt sind.

GERHARD LINK SICHERHEITSBERATUNG (GLS)
(Unternehmenssicherheit / Corporate Security)
Ludwigstr.31a
D-77977 Rust (Germany)
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GSW-Mitglied Gerhard Link
Aktuelles vom sicherheitsberater
#24 Baustellensicherheit

Arbeiten auf der Baustelle sind mit besonderen Gefährdungen verbunden. Die Beschäftigten sind oft schwierigen Witterungsverhältnissen, Arbeiten in der Höhe oder den Problemen eines nichtstationären Arbeitsplatzes ausgesetzt. Deshalb ist zentrale Bedeutung der Baustellensicherheit primär die Gewährleistung von Sicherheitsbedürfnissen, um das Leib und Leben der Baustellenbeschäftigten sicherzustellen. Diese Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen basieren auf der gesetzlichen Baustellenverordnung und werden vom sogenannte SiGeKo, also der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator, koordiniert und umgesetzt.Die Baustellensicherheit über die ich reden möchte, ist die Sicherheit gegen den Eintritt von Ereignissen die durch Personen in böswilliger Absicht begangen werden.Diese stellen sich unter anderen in folgenden Gefahren und Risiken dar:

• Einbruch auf der Baustelle und in den Baustellencontainern
• Diebstahl von Baumaterialien oder technischen Anlagen, welche sehr lange Lieferzeiten haben und somit die Bauzeit verzögern können.
• Diebstahl von Bauplänen und Baudokumentationen
• Sabotage von der Baustellenenergieversorgung
• Unsachgemäße Aufbewahrung von Baudaten und -dokumenten
• Fehlende Geheimhaltungsvereinbarungen, bspw. mit Lieferanten und Handwerkern

Alle diese Gefahren bedrohen zwar nicht das Leben der Beschäftigten auf der Baustelle, aber sie können das Bauprojekt nachhaltig negativ beeinflussen. Hierzu zählen
• große Bauzeitverzögerungen
• Baumehrkosten
• oder die Gefährdung der zukünftigen Objektsicherheit, weil bspw. Baupläne oder Baudokumentationen in falsche Hände gekommen sind.

Um diesen Gefahren entgegenzuwirken, bedarf es ein entsprechendes Baustellensicherheitskonzept, welches die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen auf der Baustelle beschreibt.

Aber um zu diesen Sicherheitskonzept zu gelangen, bedarf es einiger Vorarbeit.Es muss die Risikosituation der Baustelle ermittelt werden. D.h. das im Vorfeld eine Risikobewertung mit den am Bauprojekt Beteiligten erstellt wird und Schutzziele definiert werden müssen. Hierzu dienen u.a. Gesprächen mit den am baubeteiligten Verantwortlichen. Das sind in der Regel der Bauherr, der Bauleiter, der Architekt und der Nutzer des Gebäudes.

Jeder dieser Beteiligten hat grundsätzlich seine eigene Vorstellung von Sicherheit. Diese muss natürlich diskutiert werden und in einen Konsens gebracht werden.

Ein wichtiger Punkt ist auch der zeitliche Ablauf, in welchen Sicherheitsmaßnahmen eingesetzt werden müssen. Dies kann über Bauphasenzustände definiert werden oder auch über den Baufortschritt mit dem zum jeweiligen Zeitpunkt vorherrschenden Risikopotential. Die gängigste Art sind Sicherheitsmaßnahmen flexibel über den Baufortschritt zu definieren, da meistens Bauphasen noch nicht abgeschlossen sind. D.h. ein Teil der Baustelle befindet sich noch in der Rohbauphase während ein anderer Teil sich schon in der Ausbauphase befindet. Somit wird eine entsprechende Flexibilität beim Einsatz von Sicherheitsmaßnahmen notwendig. D. h. dass bei Rohbauflächen der Einsatz von technischen Sicherheitsmaßnahmen bedingt durch den entsprechenden Baubetrieb eingeschränkt ist. Bei Ausbauflächen hingegen sind technisch notwendige Sicherheitsmaßnahmen einzuleiten, um die dort eingebaute Gebäudetechnik vor Sabotage und Diebstahl zu sichern.

Ist die Risikobewertung erstellt und die Gefahren sind definiert, kann das Sicherheitskonzept erstellt werden. Hierbei ist zu achten, dass dieses eine gewisse Flexibilität bei der Schaffung von Sicherheit zulässt. Denn Bauprojekte weisen immer wieder Sondersituationen auf, auf die man flexibel reagieren muss.

Empfehlenswert wäre bei der Baustellensicherheit, wie auch schon bei den Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen für die Baustelle, einen Sicherheitsverantwortlichen einzusetzen, welcher die eingeleiteten Sicherheitsmaßnahmen überprüft und die aktuelle Risikosituation der Baustelle beurteilt.In Absprache mit den am Bau Beteiligten können dann bei verändertem Risiko die entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen angepasst werden.Baustellensicherheit in Bezug auf Ereignisse in böswilliger Absicht macht aus der Sicht der möglich auftretenden Gefahren sehr viel Sinn und kann wirtschaftlich bzw. finanziell gesehen dem Bauprojekt nur Vorteile bringen.

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